Glossar

A

aerogen: luftübertragen, durch Luft übertragen.

 

Akut: plötzlich, ein Anfall von etwas (Gegenteil von chronisch)

Allergen: Substanz, die eine Allergie auslöst, z. B. Staub, Pollen.

Alveole: Fachausdruck für das einzelne Lungenbläschen

Antibiotika: Antibiotika sind Stoffwechselprodukte von Bakterien und Pilzen, die andere Mikroorganismen abtöten oder an ihrem Wachstum hindern.

Antigen: Molekül, das eine Immunreaktion hervorrufen kann.

Antikörper: Proteine im Blut und in den Körperflüssigkeiten, die vom Immunsystem verwendet werden, um potentiell schädliche Fremdkörper, etwa Bakterien oder Viren (Antigene), zu erkennen, sie an ihre Oberfläche zu binden und so zu neutralisieren.

Antimikrobiell: Mikroorganismen tötend und deren Vermehrung und Wachstum unterdrückend

Antioxidantien: sind Moleküle, die ein Elektron abzugeben haben, und damit Freie Radikale, die durch schlechte Ernährung, Stress, Rauchen etc. entstehen, neutralisieren können. Vitamin C ist zum Beispiel eine Antioxidantie.

α1-Antitrypsin: ein Plasmaprotein, das in der Leber gebildet wird. Es hemmt die Aktivität von Trypsin und andern proteolytischen Enzymen. Mängel an diesem Protein können zu einem Emphysem (Lungenblähung) führen.

Apnoe: Unterbrechung der Atmung, Atemstillstand.

Artenbarriere: bezeichnet die biologischen Unterschiede zwischen Lebewesen, beispielsweise zwischen Rind/Ziege/Mensch. Sie bewirkt, dass die Übertragung von Viren zwischen verschiedenen Arten schwer möglich und selten, wenn auch nicht unmöglich ist.

Asphyxie: Fehlen der Pulstätigkeit, verbunden mit Atemstörungen, die bis hin zur Atemlosigkeit reichen. Einhergehend mit einem verminderten Sauerstoffgehalt im Blut und bläulicher Färbung der Haut. Eine Asphyxie kann bis zum Herzversagen führen.

Atemwege: Strukturen, durch die beim Atmen Luft transportiert wird.

Atmungssystem: alle Organe und Gewebe, die mit der Atmung verbunden sind

Atopisches Syndrom: ererbte Neigung, an Körperteilen, die nicht in direkter Berührung mit dem Allergen sind, eine allergische Sofortreaktion zu entwickeln.

B

Bakterien: Bakterien sind einzellige Mikroorganismen. Die Vermehrung erfolgt durch einfache Zellteilung. Bakterien gibt es überall, einige Leben im Boden, im Wasser oder in der Luft und andere sind Parasiten von Mensch, Tier oder Pflanzen. Die meisten dieser parasitären Bakterien fügen ihrem Wirt keinen Schaden zu; einige jedoch verursachen Krankheiten, indem sie Giftstoffe produzieren.

 

Biomarker: spezielle Substanz, die zur Messung oder zum Nachweis der Auswirkungen oder des Grads einer Erkrankung dient.

Biomasse-Treibstoff: flüssiger, fester, oder gasförmiger Treibstoff, der durch die Umwandlung von Biomasse produziert wird (biologische Abfälle, die als Energiequelle benutzt werden.)

 

Biotreibstoff: flüssiger, fester oder gasförmiger Treibstoff, der durch Umwandlung von Biomasse entsteht (pflanzliches Material als Energiequelle)

Bronchitis: Entzündung der Luftröhre und Bronchien, verursacht durch Infektionen oder Reizung der Atemwege. Symptome: Husten, Schwierigkeiten beim Atmen etc.

Bronchokonstriktor: Reizstoff, der eine Verschlechterung der Lungenfunktion im Sinne einer Verkrampfung der Bronchialmuskeln hervorruft; dient einer Früherkennung von Asthma.

Bronchodilator: Ein Medikament, das zusammengezogene Muskeln entspannt und damit die Atemwege erweitert. Die Luft kann wieder besser durch die Atemwege fließen.

Bronchus: (Pl. Bronchien) Die Bronchien sind Teil der Atemwege. Es handelt sich um röhrenförmige Strukturen in der Lunge, die von der Luftröhre ausgehen und die Luft in die Lungenbläschen transportieren.

Bösartig: beschreibt Erkrankungen oder krankhafte Tumore, die sich wahrscheinlich zerstörerisch auswirken.

C

Chemotherapie: Hemmung oder Behandlung von Infektions- oder Krebskrankheiten mit chemischen Stoffen.

Chronisch: beschreibt eine Krankheit von langer Dauer, ohne große Veränderungen. Eine solche Krankheit entwickelt sich oft schrittweise. Der Ausdruck sagt nichts über den Schweregrad der Krankheit aus.

Coronavirus: Virus, benannt nach seinem Aussehen, das bei Betrachtung mit dem Mikroskop einer Krone (Corona) bzw. einem Heiligenschein ähnelt. Steht in Zusammenhang mit Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, des Atemsystems, der Leber oder des Nervensystems.

Corticosteroide: verschiedene Hormone mit unterschiedlicher Wirkung. Sie werden in der Nebenniere gebildet.

D

DNS: das genetische Material der lebenden Organismen

Dysphonie: Dysphonie, Heiserkeit, Stimm(bildungs)störung

E

Emphysem: beim Lungenemphysem sind die Lungenbläschen ausgeweitet und beschädigt, was die Oberfläche für den Gasaustausch (Sauerstoff und Kohlendioxid) reduziert.

 

endokrines System: Steuerungssystem der Hormondrüsen, die chemische Botenstoffe, die Hormone, absondern. Diese zirkulieren im Blut durch den ganzen Körper, um so in entfernten Zellen bestimmter Organe ihre Wirkung zu entfalten. 

Endoskop: Schlauch, der eine Kamera enthält und zur Beobachtung von inneren Körperstrukturen dient.

Entzündung: Reaktion des Köpers gegen Verletzung

Enzym: ein Protein, das in der lebenden Zelle erzeugt wird und das chemische Prozesse in unserem Körper auslöst, sich dabei aber nicht verändert.

Epidemie: Seuche

Epidemiologie: die Lehre von Vorkommen, Verteilung und Kontrolle von Krankheiten in der Bevölkerung.

epithelial: jene Zellschicht betreffend, die die inneren und äußeren Körperflächen bedeckt, z. B. Auskleidung der Lunge oder des Verdauungstrakts, Hautzellen.

Exacerbation: Verschlimmerung

F

Feinstaub: Partikel von weniger als 10 Mikrometer Durchmesser.

Fibrose: Verhärtung und Vernarbung von Gewebe, oft als Folge von Entzündung oder Verletzung

Frühgeborenen-Apnoe: Dazu kommt es bei frühgeborenen Babys, wenn der Teil des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark), der die Atmung steuert, noch nicht reif genug ist, um eine kontinuierliche Atmung zu ermöglichen. Dadurch kommt es zu abruptem, tiefem Einatmen, gefolgt von Phasen flacher oder unterbrochener Atmung.

Fungi: (Mehrzahl von Fungus) einfache Organismen (die man früher den Pflanzen zuordnete) denen das grüne Chlorophyll fehlt.

G

Gene: Basiseinheit der genetischen Informationen

Genetisch: die Gene betreffend

Gutartiger Tumor: Tumor, der örtlich begrenzt ist und sich nicht in andere Teile des Körpers ausbreitet. Nicht kanzerös, üblicherweise harmlos.

I

Idiopathisch: (Erkrankung) unbekannter Ursache.

 

Idiopathische Lungenfibrose: vernarbtes oder verhärtetes Gewebe tief in der Lunge, ohne erklärliche Ursache.

Immun: vor einer bestimmten Infektion geschützt (durch die Antikörper gegen den betreffenden Organismus)

Immunkompromittiert: Patienten, deren Immunsystem reduziert oder defekt ist, als Folge von Immunsuppression

Immunsuppression: Unterdrückung der Abwehreaktion

Ischämische Herzkrankheit: Atherosklerose (Verhärtung der Blutgefässe), was Angina (Brustschmerzen) und Herzinfarkte auslösen kann.

Inzidenz: Anzahl der Neuerkrankungen in der Bevölkerung in einem bestimmten Zeitabschnitt

K

Karzinogene: Stoffe bzw. Faktoren, die einen Krebs verursachen können.

Kardiovaskulär: die Herzkranzgefässe betreffend

Keuchen: ein Pfeifen, das beim Ausatmen zu hören ist. Es wird durch die Verengung der Atemwege oder durch die Absonderung oder Blockierung von Auswurf erzeugt.

Krebsstadium: (üblicherweise I bis IV) beschreibt, wie stark sich der Krebs ausgebreitet hat.

L

Latenzzeit: Zeitraum, der vergeht, bis ein Patient nach Kontakt mit einem Krankheitserreger Symptome zeigt.

 

Leukotriene: körpereigene Gewebshormone, die u.a. an Entzündungsvorgängen beteiligt sind

Lungenfibrose: Vernarbung oder Verdickung des tief in der Lunge befindlichen Gewebes mit unbekannter Ursache.

Lungenfunktion: Messung, wie gut die Lunge Luft ein- und ausatmet und wie effizient sie Sauerstoff ins Blut überträgt.

Lymphknoten: Komponenten des Lymphsystems, enthalten weiße Blutzellen, die Bakterien und Viren fangen und vernichten.

Lymphsystem: wesentlicher Bestandteil des Immunsystems, bestehend aus Organen, Knoten, Gängen, Gewebe, Kapillaren und Gefäßen, die die Lymphflüssigkeit produzieren und in das Kreislaufsystem befördern.

M

Malaise: allgemeines Unwohlsein

Median: eine Art von Durchschnitt; Wert, der in einer nach Größe geordneten Reihe von Messwerten genau in der Mitte liegt.

Metastasen: die Ausbreitung eines bösartigen Tumors von seinem Ursprungsort

Mikroorganismen: Organismen, die man von bloßem Auge nicht sehen kann

Morbidität: (Krankheitsziffer): bezeichnet die Häufigkeit von Erkrankungsfällen in einer Bevölkerungsgruppe über eine festgesetzte Zeit

Mortalität: (Sterberate): die Sterberate in einer Bevölkerungsgruppe über eine festgesetzte Zeit

Mutagen: Wirkstoff, der eine Mutation bewirken kann.

Mutation: eine Veränderung im genetischen Material (DNS) einer Zelle, oder die Veränderung, die es in den Charakteristiken der einzelnen Personen verursacht, was bei normalen genetischen Prozessen nicht verursacht wird.

O

Ödem: Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe

Oesophagus (die Speiseröhre): ein 23 cm langer Muskelschlauch, der den Pharynx (ugs: Schlund) mit dem Magen verbindet

Oxidativ: durch ein Molekül den Verlust von Elektronen bewirkend.

Oxidativer Stress: entsteht, wenn unsere Antioxidantien oxidative Einflüsse, wie Zigarettenrauch, Luftverschmutzung etc. nicht mehr abwehren können.

P

Palliativmedizin: bewirkt vorübergehende Linderung von einer Krankheit, ohne sie aber wirklich zu heilen.

Pandemisch: sich über ein größeres geographisches Gebiet als eine Epidemie erstreckend und einen großen Teil der Bevölkerung betreffend.

Pathogen: Krankheitserreger, wie Bakterien oder Viren

Plasma: der klare, gelbliche Flüssigkeitsanteil des Blutes, in dem Zellen schweben.

Pleura: Membran, die die Lunge und die Brusthöhle auskleidet.

Prävalenzrate: Anteil der Personen mit einer Krankheit zu einer bestimmten Zeit, bezogen zu der Anzahl Personen in der Risikogruppe zu dieser Zeit.

Pulmonal: die Lunge betreffend

R

Resektion: operative Entfernung kranker Organ- oder Körperteile

S

SIDS (Sudden Infant Death Syndrome): Syndrom des plötzlichen Kindstods. 

 

Sozio-ökonomisch: umfasst soziale und ökonomische Faktoren

Somnolenz: Benommenheit

Suszeptibilität: Anfälligkeit auf eine Krankheit

Synergistisch: zusammenwirkend, z.B. synergistische Wirkung von Medikamenten mit einem Effekt, der stärker ist als die bloße Summe der Einzelwirkungen

T

Therapeutisch: die Behandlung einer Krankheit betreffend

Trachea: die Luftröhre

Trypsin: ein Verdauungsenzym, zersetzt im Dünndarm Eiweiße

Tumor: Gewebe, das durch anormales Zellwachstum entsteht. Kann gut- oder bösartig sein.

V

Vektor: Überträger von genetischem Material, etwa DNA, auf eine Zelle.

 

vererbt: von den Eltern auf die Kinder übertragen

Viren: winzige Partikel, die sich in lebenden Zellen vermehren. Sie infizieren Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen.

Virologie: wissenschaftliche Untersuchung von Viren und der Erkrankungen, die diese auslösen können.

Z

Zerebrovaskulär: die Blutgefäße und die Blutversorgung des Gehirns betreffend, damit zusammenhängend.